Bahn startet Untersuchung zum Ausbau der Strecke Hannover-Bielefeld

In einem Interview äußerte sich Carsten Müller als Projektleiter der DB <<Obwohl das Bundesverkehrsministerium fünf denkbare Grobvarianten des Trassenverlaufs skizziert hat, sei die Planung ergebnisoffen. „Wir sind nach wie vor vor einem weißen Blatt Papier“, sagte Müller. Ergebnisse der detaillierten Bahnstudien zu realisierbaren Trassenvarianten sollen in zwei Jahren vorliegen. Das Ergebnis könne durchaus auch eine Kombination der Grobvarianten sein, die einen Rahmen für das Projekt absteckten.
„Wir wollen herausfinden, wo die Strecke am verträglichsten ist und wer die Betroffenen sind“, sagte Müller. „Wir beziehen die Bestandsstrecke in die Betrachtung mit ein und schauen gemeinsam mit den Menschen in der Region, was die beste Lösung ist.“ Als erstes regte sich zwar Widerstand gegen eine Neubautrasse, auch die Menschen an der bestehenden Strecke aber dürften nicht vergessen werden, wenn dort nun zusätzliche Gleise für mehr Züge untersucht werden. Die Menschen in der Region wollten auf jeden Fall, dass sich die Verkehrssituation verbessert, ist Müllers Eindruck. Quelle: Handelsblatt.com >>

Die organisatorischen Unterschiede zwischen der Bürgerbeteiligung in aller Öffentlichkeit und dem nicht öffentlich tagenden Projektplenum haben einen Sinn. <<Volker Vorwerk erklärte, man habe sich bei der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung bewusst mit den Info-Märkten und den Vertiefungs-Workshops für einen öffentlichen Teil sowie mit den Plenumssitzungen für einen Meinungsaustausch „in einem geschützten Raum“ entschieden. Selbst wenn hier die Öffentlichkeit nur zuhörend statt mit Rederecht teilnehme – was digital ja durchaus möglich sei – sei zu befürchten, dass dann einige Teilnehmer Fensterreden hielten, anstatt zielgerichtet Fragen abzuarbeiten. Dennoch sei bei einer Teilnehmerzahl von 80 praktisch jede relevante Interessengruppe aus der Region darin vertreten. Quelle: SZLZ.de >>

Nachwievor unklar ist den Teilnehmenden des Projektplenums, wer ganz konkret die relevanten Interessengruppen sind. Es wird eine Teilnehmerzahl zwischen 80 und 120 genannt. Nur der gut funktionierenden Vernetzung ist es zu verdanken, dass man sich bereits im Vorfeld rege austauscht und auf den Start der Veranstaltung vorbereitet. Allerdings erwarten wir dazu noch in den kommenden Tagen die Umsetzung der von der Projektplanung versprochenen Transparenz.

Bei allen guten Vorsätzen zur konstruktiven Zusammenarbeit bleibt die Region misstrauisch und aufmerksam. Der DB NETZ AG eilt ihr Ruf voraus. Sie setzt die Vorgaben des BMVI um. Und hier sind jetzt auch im schriftlich vorliegenden Auftrag die Planungsparameter mit 31 Minuten Fahrtzeit und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h gesetzt.
Die bloße Durchführung einer Öffentlichkeitsbeteiligung besagt rein gar nichts über die Qualität dieser Veranstaltung! Genügend Beispiele zeigen die Differenz zwischen muss und kann. Schauen Sie nur kurz zu unserem Nachbarschafts-Projekt Alpha-E. Auch der Blick gen Süden ins Inntal zeigt, wie so ein Format abläuft. Hoffentlichen lernen die DB und das BMVI aus ihren Fehlern und entwickeln endlich mal ein Projekt für die Bürger mit den Bürgern – und zwar auch auf der Entscheidungsebene!

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