Wir sind Bahnfreunde und setzen uns dafür ein, dass dieses Verkehrsmittel für alle besser wird! Das Geld, dass das Bundesverkehrsministerium für die Schiene bereit stellt, muss ökologisch und ökonomisch eingesetzt werden.
Wir fordern die Instandsetzung und Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Besonders am Herzen liegt uns dabei unsere „Heimatstrecke“ von Hannover bis nach Bielefeld.
Wir fordern den Ausbau der Bestandsstrecke.



Antrag des Landtags Niedersachsen –
Deutschlandtakt verbessern

In einem Antrag, über den der Landtag in Hannover am Freitag beriet, stellen die Regierungsfraktionen die beiden großen Ausbauvorhaben für die schnellen Züge in Niedersachsen zumindest teilweise in Frage. Geprüft werden müsse, ob Neubauabschnitte für hohe Geschwindigkeiten zwischen Hannover und Hamburg sowie Bielefeld nicht so aufwendig seien. Lange Bauzeiten könnten dazu führen, dass es bis auf weiteres nicht zu einem verbesserten Fahrplan komme.

Deutschlandtakt verbessern – Niedersachsen gut anbinden
„Der Deutschlandtakt ist grundsätzlich ein begrüßenswertes Projekt! Doch wir müssen jetzt gut darauf achten, dass die niedersächsischen Interessen bei der Realisierung dieses Bundesprojekts nicht unter die Räder kommen“, erklärt der Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion Karsten Becker (Landkreis Schaumburg).
Inzwischen liegt der dritte Gutachterentwurf zum Deutschlandtakt vor. Daraus resultieren unter anderem weitreichende Baumaßnahmen zur Streckenbeschleunigung: „Die avisierten Baumaßnahmen erzeugen zwangsläufig erhebliche Belastungen für Menschen und Umwelt. Bedauerlicherweise ist der Deutschlandtakt jedoch momentan so gestaltet, dass die Menschen, die belastet werden, kaum einen Vorteil haben!“, führt Becker weiter aus.
„Niedersachsen hat deutlich weitergehende Erwartungen an einen Deutschlandtakt, als die bloße Beschleunigung des Fernreiseverkehrs. Die Erweiterung der bisher auf zwei Gleise beschränkten Engpässe auf den Strecken Hamburg-Hannover und Hannover-Bielefeld sind dringend erforderlich! Niedersachsen braucht kurzfristig leistungsfähige Transportkapazitäten für den Güter- und Personennahverkehr, um die spürbaren Engpässe auf diesen Strecken
zeitnah beseitigen zu können. Staubedingte Verspätungen aufgrund unzureichender Streckenkapazitäten sind eher die Regel, als die Ausnahme“, schildert Karsten Becker.
Zusammenfassend seien bislang vor allem die Fernreisenden aus großen Ballungsgebieten die Profiteure des Deutschlandtaktes: „Die Nachteile betreffen vor allem die Menschen in den ländlich geprägten Transitregionen. Mit dem vorliegenden Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen wird Niedersachsen sich mit Nachdruck in die Gestaltung des Deutschlandtaktes einbringen, um den Schienenverkehr in Norddeutschland nachhaltig zu
stärken!“, so Becker.

Das weitere Geschehen dazu werden wir mit großer Aufmerksamkeit verfolgen!

Es gibt endlich in der überregionalen Presse eine Berichterstattung zu diesem Thema:

Mehr Informationen zum Antrag und den Redebeiträgen aus der Plenumssitzung des Niedersächsischen Landtags können Sie hier lesen / sehen / hören.

Für eine starke Schiene –
eine gemeinsame Presseerklärung


Für eine starke Schiene – für einen besseren Deutschland Takt
Anstatt den zweiten großen Fernbahnhof in Altona abzureißen sollte man HH-Harburg als dritten Bahnknoten ausbauen und mit neuer Elbquerung an Altona anschließen.

Die Freiheit, die errungen die Alten, möge die Nachwelt würdig erhalten“

Die Inschrift des Hamburger Rathauses findet hier ihre besondere Gültigkeit. Denn das Bundesverkehrsministerium (BMVI) arbeitet derzeit an Großprojekten für Bahnhöfe und Bahnstrecken, die nachfolgende Generationen in und um Hamburg ausbaden müssten.

Die Bundesregierung plant einen Deutschlandtakt, der ausdrücklich dem Prinzip des sogenannten Integralen Taktfahrplans (ITF) folgen soll. Dessen Leitgedanke ist es, durch gezielten Ausbau von Bahnknoten und Strecken systemweit optimale Anschlüsse und Reiseketten herzustellen. Damit wird er zur Planungsgrundlage für einen bedarfsgerechten Ausbau der Bahn-Infrastruktur und für eine bestmögliche Nutzung der Eisenbahnanlagen.

ITF-Experte Prof. Dr. Wolfgang Hesse (Univ. München, Fachbereich Informatik) nimmt diese Grundsatzaussage ernst. Er hat aber in der aktuellen Fassung des BMVI-Zielfahrplans strukturelle Fehler und Unzulänglichkeiten entdeckt, eine Mängelliste erstellt und Alternativkonzepte dazu entwickelt. Seine Haupt-Kritikpunkte:

Die Fahrpläne sind zu eng auf Kante genäht, wenige überteure Hochgeschwindigkeits- und Bahnhofsprojekte dominieren das Ausbauprogramm, die Erschließung der Fläche wird dagegen vernachlässigt und ökologische Belange kommen unter die Räder.“

In zwei Memoranden begründet der Mathematiker, warum die mittlerweile dritte Ausführung des Zielfahrplans der dringenden Überarbeitung bedarf. Die Hansestadt Hamburg als eines der bedeutendsten deutschen Bahn-Kreuze ist besonders betroffen – allein der Hauptbahnhof muss täglich ca. 500 000 Fahrgäste bewältigen. Nicht auszudenken, wenn die Weltstadt Hamburg – das Tor zur Welt und großer Dreh- und Angelpunkt im Fern-, Nah- und Güterverkehr – mit einer falsch verknoteten Fahrplanstruktur und einer verbauten Infrastruktur in eine ungewisse Zukunft entlassen würde. Eine Neuordnung des Bahnknotens Hannover, eine Aufwertung der Hamburger Knoten Harburg, Hauptbahnhof und Altona-Mitte (nicht Diebsteich!) zu einer „Knoten-Trias“, dazu eine zweite Elbquerung statt eines „Ferlemamm-Tunnels“ gehören ins Optimierungs-Portfolio für eine Revision der Zielfahrpläne – und für darauf gegründete Infrastruktur-Ausbauten.

In einem revidierten, an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientierten Zielfahrplan und einem auch der Umwelt und dem Klima verpflichteten Ausbauprogramm spiegeln sich die großen Zusammenhänge eines praktikablen Deutschlandtakts wieder. Dieser Ansatz findet zunehmend Unterstützung bei Bahnexperten, Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden in ganz Norddeutschland. Die Hamburger Initiative Prellbock-Altona e.V., die Schaumburger Initiative Pro-Ausbau und die bundesweite Initiative „Bahn für Alle“ unterstützen diese Konzepte, die zu einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Verkehrswende mit mehr Bahn und weniger Flug und Autoverkehr führen sollen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg und ganz Norddeutschland sind aufgerufen, die vorliegenden Zielfahrpläne des BMVI kritisch zu beleuchten, auf deren Revision zu drängen und zusammen mit den zuständigen Gremien und Institutionen jetzt die Weichen für eine tragfähige Bahn-Infrastruktur für das 21. Jahrhundert zu stellen.

Ausführungen und Kritik am 3. Zielfahrplan – Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Prof. Dr. Wolfgang Hesse erklärt in diesem Video sein Konzept zum 3. Zielfahrplan

Ausführungen und Kritik am 3. Zielfahrplan – Rainer Engel

Die Überarbeitung des 3. Zielfahrplans

Der Bürgerdialog zum Bahnprojekt Hannover – Bielefeld ist im Gange. Nach der ersten Veranstaltung für die Öffentlichkeit am 14.01.2021 und des ersten Projektplenums am 09.03.2021 startet nun am 19.04.2021 der erste Vertiefungsworkshop für die Teilnehmenden des Projektplenums. Die kontroverse Diskussion auf dem letzten Projektplenum ergab die dringende Forderung, die Grundlage des Projekts – nämlich den Zielfahrplan2030+ vom 30.06.2020 – zu diskutieren. Im Sprachgebrauch wird immer wieder der Deutschlandtakt genannt. Hier muss noch einmal betont werden, dass der Deutschlandtakt als Grundidee = ein deutschlandweiter Integraler Taktfahrplan von allen begrüßt wird! Nur die Detailgestaltung namens Zielfahrplan2030+ bedarf wegen vieler Funktionsstörungen und Logikfehler dringend der Überarbeitung … bevor daraus Projekte in Beton gegossen werden.

Prof. Hesse disputiert mit dem BMVI – das Memorandum Teil 2

Nicht nur Prof. Hesse, sondern ein weitaus größerer Kreis von anerkannten Fachleuten zu den Themen Bahn und Integraler Taktfahrplan, zeigen die Fehlstellen des Zielfahrplans2030+ auf. Nur allein in unserer Region ergeben sich die Diskussionspunkte, die Sie im Memorandum nachlesen können. Dabei ist der Begriff Region nicht auf den berühmt-berüchtigten Suchraum der DB gemünzt, sondern wegen der netzweiten Auswirkung eines Integralen Taktfahrplans weit darüber hinaus!


Wir wollen nach einer konstruktiven Lösung suchen! Pro-Ausbau verfolgt und unterstützt diesen Weg konsequent und steht deswegen mit Fachleuten in regem Kontakt. Dazu eine Expertise von Prof. Dr. Wolfgang Hesse, die er Ihnen hier persönlich vorstellt:

„Darf ich mich Ihnen kurz vorstellen: Ich bin studierter Mathematiker, habe als Informatiker an der Universität Marburg gelehrt und bin in diesem Fach weiter an der LMU München tätig. Mit Fragen der Fahrplan-Entwicklung und -Umsetzung bin ich seit Jahrzehnten befasst, bin u.a. Mitglied des Initiativkrei­ses „Deutschlandtakt“ und berate Bürgerinitiativen zu Bahn-relevanten Planungen.

Zu dem o.g. geplanten Vorhaben habe ich ein Memorandum verfasst, das ich Ihnen hiermit zur Kenntnis geben möchte. Es geht mir darum, die nun erfreulich in Fahrt gekommene BMVI-Initiative konstruktiv zu unterstützen, dabei aber die Randbedingungen nicht aus dem Blick zu ver­lieren, die sich einerseits aus den mathematischen Anforderungen an einen optimalen, aber auch praktikablen Fahrplan, andererseits aus Forderungen der Umwelt-, Klima- und Anwohner-Gerech­tigkeit ergeben.

Im Besonderen möchte ich auf frühere hoch-investive Bahn-Neubauprojekte ver­weisen, die ohne Rücksicht auf die Anforderungen des Fahrplans geplant und gebaut wurden und welche die Herstellung guter Fahrpläne mit optimalen Reiseketten dauerhaft verhindern. Ich plädiere dafür, solche Fehler bei den jetzt aktuellen Planungen nicht zu wiederholen, sondern die Belange optimaler Fahrplan­gestaltung bei der Infrastrukturplanung im Auge zu behalten.

Unsere Forderung: Ein unabhängiger Projektbeirat muss Revisionsvorschläge für ein nachhaltiges, bezahlbares, realistisch zu verwirklichendes ITF-Konzept erarbeiten! Der Zielfahrplan 2030+ (bisher gemäß des 3. Gutachter-Entwurfs) muss neu berechnet werden!

Für Schnellleser und Zeitsparfüchse

Ein Ausschnitt zur Verdeutlichung der Problemstellungen!

Fin-DTaktNds-Folien

Deutschlandtakt – eine viel zu gute Idee, um sie zu vermasseln 🙂

Physiker mit großem Engagement, sachkundiger Bürger im Ausschuss für Bau, Umwelt und Verkehr der Stadt Minden, beschäftigt sich mit dem Deutschlandtakt.
Auf seiner Webseite erörtert er verschiedene Fragestellungen.

Dr. Jan H. Thies hat sich die Zahlen genauer angeschaut und hinterfragt die Prognosen des BMVI.
Wird eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen großen Metropolen die Reisenden dazu bewegen, zukünftig ihre Reisegewohnheiten zu ändern?

Der Leiter der Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr der Grünen in Ostwestfalen-Lippe, Ingenieur im Bereich des Öffentlichen Nah- und Fernverkehrs Stephan Schröder, stellt hier seine Anmerkungen zum Deutschlandtakt im Allgemeinen und zur ABS/NBS Hannover – Bielefeld im Besonderen vor.


Verkehrsexperten raten dringend zu Verbesserungen der jetzigen Version des 3. Gutachter-Entwurfs. Und zwar bevor einzelne Streckenabschnitte in die Landschaft betoniert werden, die später mit ihrer Fehlerhaftigkeit, Unnützigkeit und Steuergeldverschwendung für Ärger sorgen. Das Konstrukt Deutschlandtakt ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung. Dort sollte mit besonderem Augenmaß und großem Weitblick gearbeitet werden; denn mit einem fehlerhaften und zu kurz gedachten Taktfahrplan, bringt man eine hervorragende Idee schnell zum Entgleisen!

Die Infoseite der DB zum Projekt ABS/NBS Hannover – Bielefeld

Langeweile oder im Bundesverkehrswegeplan stöbern 😉

Wir stellen Ihnen hier sechs Dokumente vor, die die Grundlagen für die aktuell geführte Diskussion um einen Ausbau der Bestandsstrecke bzw. einen Neubau einer ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld bilden.


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