Wir sind Bahnfreunde und setzen uns dafür ein, dass dieses Verkehrsmittel für alle besser wird! Das Geld, dass das Bundesverkehrsministerium für die Schiene bereit stellt, muss ökologisch und ökonomisch eingesetzt werden.
Wir fordern die Instandsetzung und Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Besonders am Herzen liegt uns dabei unsere „Heimatstrecke“ von Hannover bis nach Bielefeld.
Wir fordern den Ausbau der Bestandsstrecke.



Auftakt zur Bürgerbeteiligung
ABS/NBS Hannover – Bielefeld

Die Redebeiträge werden auf der Webseite veröffentlicht: https://www.hannover-bielefeld.de/auftakt


Bürgerdialog zu neuer ICE-Trasse: Region beharrt auf Ausbau der vorhandenen Strecke

Es dürfte noch ein sehr weiter Weg werden für die Deutsche Bahn, um eine breite Akzeptanz für den Ausbau der ICE-Bahnstrecke Hannover-Bielefeld zu erreichen. Zum Auftakt des Bürgerdialogs, der Corona-bedingt online stattfand, stieß eine neue Trasse mehrheitlich auf Ablehnung. Landrat Jörg Farr regte an, die Fahrzeitverkürzung auf 31 Minuten nochmals zu überdenken.

Beim offiziellen Auftakt zum Planungsdialog für den Ausbau der ICE-Bahnstrecke Hannover-Bielefeld , der Corona-bedingt vollständig online stattfand, war nicht nur unter den allermeisten Chatbeiträgen der mehr als 2700 Teilnehmer eine breite Ablehnung eines Streckenneubaus herauszulesen. Auch fünf politische Vertreter – unter anderem aus Schaumburg – sprachen sich einhellig für den Ausbau der vorhandenen Bahnstrecke aus.

um Auftakt des Dialogs begrüßten Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (beide CDU) das Bahnprojekt, für das die Deutsche Bahn nun mit der Planung beginnt. Beide betonten, dass eine frühe Beteiligung der Öffentlichkeit wichtig sei. Die Anliegen der Bevölkerung müssten rechtzeitig vor Festlegung eines endgültigen Trassenverlaufes einbezogen werden. Beide Länder unterstützen daher das Dialogverfahren.

as Bahnprojekt, das im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen ist, soll zusätzliche Kapazitäten für Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr schaffen und helfen, Inlandsflüge zu reduzieren. Fünf Modell-Varianten für den Ausbau sind Grundlage der Planungsberatungen. Die geschätzten Kosten liegen zwischen 1,9 und 5,9 Milliarden Euro.

Streitpunkte werden sein, in welchem Umfang die neuen Gleise in Landschaft und Natur eingreifen, was die Belastung für Anlieger an Neubau- und auch bestehenden Streckenabschnitten sein wird sowie natürlich Kosten und Nutzen. Bürgerinitiativen in den Regionen machen seit Längerem gegen neue Trassen mobil.

Zu Wort kam auch Schaumburgs Landrat Jörg Farr. Er verwies darauf, dass in der Region immer schon eine breite Zustimmung für den 2003 vom Deutschen Bundestag beschlossenen trassennahen Ausbau bestanden habe. Er forderte, die vom Bundesverkehrsministerium vorgegebene Fahrzeitverkürzung auf 31 Minuten erneut zur Diskussion zu stellen. Es müsse hinterfragt werden, ob nicht auch längere

Fahrzeiten zwischen Hannover und Bielefeld möglich seien, ohne den Deutschland-Takt zu gefährden. Das sei eine zentrale Prämisse und müsse an den Anfang des Dialogverfahrens gestellt werden – bevor überhaupt Trassenvarianten geplant würden.

„Wir stehen zu einem bedarfsgerechten Ausbau der Bahn, aber nicht um jeden Preis“, meinte Mike Schmidt, Bürgermeister der Samtgemeinde Nenndorf. Er verwies auf die von ihm initiierte, Anfang 2019 veröffentlichte „Bad Nenndorfer Erklärung“, im Rahmen derer sich sieben Kommunen, von Porta Westfalica bis Seelze, mit rund 160.000 Einwohnern auf den trassennahen Ausbau festgelegt hatten.

Die Zerschneidung bislang nicht betroffener Bereiche sei unbedingt zu vermeiden, so Schmidt. Kritisch äußerte er sich zu den fünf am 24. November vom Bundesverkehrsministerium vorgestellten Varianten aus dem sogenannten Schüßler-Plan: So könne nicht mehr von einem ergebnisoffenen Verfahren gesprochen werden. Zudem verwies der Samtgemeindebürgermeister auf die enge Zusammenarbeit mit den heimischen Bürgerinitiativen: „Wir ziehen an einem Strang.“

Auch die Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke, Anna Bölling, die Portaner Bürgermeisterin Sonja Gerlach und der Herforder Landrat Jürgen Müller sprachen sich dezidiert für den trassennahen Ausbau und gegen einen Streckenneubau aus.

Quelle: Schaumburger Nachrichten 15.01.2021 von Johannes Pietsch und Michael Evers (dpa)



Deutschlandtakt als Integraler Taktfahrplan –
Doppel-Knotenbahnhof Hannover vorgestellt von
Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Wir wollen nach einer konstruktiven Lösung suchen! Pro-Ausbau verfolgt und unterstützt diesen Weg konsequent und steht deswegen mit Fachleuten in regem Kontakt. Dazu eine Expertise von Prof. Dr. Wolfgang Hesse, die er Ihnen hier persönlich vorstellt:

„Darf ich mich Ihnen kurz vorstellen: Ich bin studierter Mathematiker, habe als Informatiker an der Universität Marburg gelehrt und bin in diesem Fach weiter an der LMU München tätig. Mit Fragen der Fahrplan-Entwicklung und -Umsetzung bin ich seit Jahrzehnten befasst, bin u.a. Mitglied des Initiativkrei­ses „Deutschlandtakt“ und berate Bürgerinitiativen zu Bahn-relevanten Planungen.

Zu dem o.g. geplanten Vorhaben habe ich ein Memorandum verfasst, das ich Ihnen hiermit zur Kenntnis geben möchte. Es geht mir darum, die nun erfreulich in Fahrt gekommene BMVI-Initiative konstruktiv zu unterstützen, dabei aber die Randbedingungen nicht aus dem Blick zu ver­lieren, die sich einerseits aus den mathematischen Anforderungen an einen optimalen, aber auch praktikablen Fahrplan, andererseits aus Forderungen der Umwelt-, Klima- und Anwohner-Gerech­tigkeit ergeben.

Im Besonderen möchte ich auf frühere hoch-investive Bahn-Neubauprojekte ver­weisen, die ohne Rücksicht auf die Anforderungen des Fahrplans geplant und gebaut wurden und welche die Herstellung guter Fahrpläne mit optimalen Reiseketten dauerhaft verhindern. Ich plädiere dafür, solche Fehler bei den jetzt aktuellen Planungen nicht zu wiederholen, sondern die Belange optimaler Fahrplan­gestaltung bei der Infrastrukturplanung im Auge zu behalten.

Dazu könnte die Einrichtung eines „Doppel-Knotens“ Hannover – wie im Memorandum skizziert – einen konstruktiven Beitrag leisten.“

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Unsere Forderung: Ein unabhängiger Projektbeirat muss Revisionsvorschläge für ein nachhaltiges, bezahlbares, realistisch zu verwirklichendes ITF-Konzept erarbeiten! Der Zielfahrplan 2030+ (bisher gemäß des 3. Gutachter-Entwurfs) muss neu berechnet werden!



Es ist lohnenswert, sich mit dem Thema „Integraler Taktfahrplan“ zu beschäftigen

Wenn Herr Ferlemann die (Anmerkung: leider ohne besonderes Adjektiv) BürgerInnen, die klugen Kreisverwaltungen und aufgeweckten BürgermeisterInnen auffordert, sich an der Findung einer passenden Lösung für eine Bahntrasse zwischen Hannover und Bielefeld zu beteiligen, nehmen wir das ernst. Dazu gehört auch, sich mit dem grundlegenden Thema eines Integralen Taktfahrplans (ITF) zu beschäftigen. Denn dieses Taktfahrplansystem wird als ein Grund für die Notwendigkeit des Aus-/Neubaus der Strecke zwischen Hannover und Bielefeld angesehen.
Die Ausführungen eines ITF-Experten zeigen auf, dass die als unerlässlich angesagten 31 Minuten Kantenzeit in keinen ITF passen! Ups!

Unsere Forderung: Ein unabhängiger Projektbeirat muss Revisionsvorschläge für ein nachhaltiges, bezahlbares, realistisch zu verwirklichendes ITF-Konzept erarbeiten! Der Zielfahrplan 2030+ (bisher gemäß des 3. Gutachter-Entwurfs) muss neu berechnet werden!

Hier gibt’s mehr Informationen von Prof. Dr. Wolfgang Hesse:

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Deutschlandtakt – eine viel zu gute Idee, um sie zu vermasseln 🙂

Verkehrsexperten raten dringend zu Verbesserungen der jetzigen Version des 3. Gutachter-Entwurfs. Und zwar bevor einzelne Streckenabschnitte in die Landschaft betoniert werden, die später mit ihrer Fehlerhaftigkeit, Unnützigkeit und Steuergeldverschwendung für Ärger sorgen.

Das Konstrukt Deutschlandtakt ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung. Dort sollte mit besonderem Augenmaß und großem Weitblick gearbeitet werden; denn mit einem fehlerhaften und zu kurz gedachten Taktfahrplan, bringt man eine hervorragende Idee schnell zum Entgleisen!

Langeweile oder im Bundesverkehrswegeplan stöbern 😉

Wir stellen Ihnen hier sechs Dokumente vor, die die Grundlagen für die aktuell geführte Diskussion um einen Ausbau der Bestandsstrecke bzw. einen Neubau einer ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld bilden.

Die Infoseite der DB zum Projekt ABS/NBS Hannover – Bielefeld


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