Wir sind Bahnfreunde und setzen uns dafür ein, dass dieses Verkehrsmittel für alle besser wird! Das Geld, dass das Bundesverkehrsministerium für die Schiene bereit stellt, muss ökologisch und ökonomisch eingesetzt werden.
Wir fordern die Instandsetzung und Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Besonders am Herzen liegt uns dabei unsere „Heimatstrecke“ von Hannover bis nach Bielefeld.
Wir fordern den Ausbau der Bestandsstrecke.



Der nächste Fragenkatalog zur Strecke Hannover-Bielefeld

Die Fragen reißen nicht ab. Verständlich bei dem bisherigen Frage-Antwort-Katz-Maus-Spiel zwischen den Bundestagsfraktionen und dem BMVI.
Die Fraktion der FDP hat die aktuelle Kleine Anfrage eingereicht.

Viele Fragen werden wiederholt gestellt, da die bisherigen Antworten so ausweichend formuliert sind, dass man sie de facto als Un-Antwort bezeichnen möchte. Offen gebliebene Problemstellungen werden nach einer besonders wohlgefeilten Antwort in anderer Textform erneut vorgetragen, um eine konkrete Antwort zu erzwingen. Aber da sind Profis am Werk. Das lehrt uns, wie ausgeklügelt die Formulierungen in die eine wie in die andere Richtung sind. Hut ab! Und natürlich sind zu diesem hinterfragenswerten Projekt eben genau aus diesem Grund so viele Fragen zu stellen – allerdings dürfte man einfach klipp und klare und ehrliche Antworten erwarten … könnte man als WählerIn / SteuerzahlerIn / BürgerIn meinen … ?! Sobald die Antworten an die FDP-Fraktion da sind, stellen wir auch das Dokument hier ein.
Hier lesen Sie die Antworten auf die Kleine Anfrage der Bundesfraktion der Grünen von Anfang Februar.



Bahn startet Untersuchung zum Ausbau der Strecke Hannover-Bielefeld

In einem Interview äußerte sich Carsten Müller als Projektleiter der DB <<Obwohl das Bundesverkehrsministerium fünf denkbare Grobvarianten des Trassenverlaufs skizziert hat, sei die Planung ergebnisoffen. „Wir sind nach wie vor vor einem weißen Blatt Papier“, sagte Müller. Ergebnisse der detaillierten Bahnstudien zu realisierbaren Trassenvarianten sollen in zwei Jahren vorliegen. Das Ergebnis könne durchaus auch eine Kombination der Grobvarianten sein, die einen Rahmen für das Projekt absteckten.
„Wir wollen herausfinden, wo die Strecke am verträglichsten ist und wer die Betroffenen sind“, sagte Müller. „Wir beziehen die Bestandsstrecke in die Betrachtung mit ein und schauen gemeinsam mit den Menschen in der Region, was die beste Lösung ist.“ Als erstes regte sich zwar Widerstand gegen eine Neubautrasse, auch die Menschen an der bestehenden Strecke aber dürften nicht vergessen werden, wenn dort nun zusätzliche Gleise für mehr Züge untersucht werden. Die Menschen in der Region wollten auf jeden Fall, dass sich die Verkehrssituation verbessert, ist Müllers Eindruck. Quelle: Handelsblatt.com >>

Die organisatorischen Unterschiede zwischen der Bürgerbeteiligung in aller Öffentlichkeit und dem nicht öffentlich tagenden Projektplenum haben einen Sinn. <<Volker Vorwerk erklärte, man habe sich bei der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung bewusst mit den Info-Märkten und den Vertiefungs-Workshops für einen öffentlichen Teil sowie mit den Plenumssitzungen für einen Meinungsaustausch „in einem geschützten Raum“ entschieden. Selbst wenn hier die Öffentlichkeit nur zuhörend statt mit Rederecht teilnehme – was digital ja durchaus möglich sei – sei zu befürchten, dass dann einige Teilnehmer Fensterreden hielten, anstatt zielgerichtet Fragen abzuarbeiten. Dennoch sei bei einer Teilnehmerzahl von 80 praktisch jede relevante Interessengruppe aus der Region darin vertreten. Quelle: SZLZ.de >>

Nachwievor unklar ist den Teilnehmenden des Projektplenums, wer ganz konkret die relevanten Interessengruppen sind. Es wird eine Teilnehmerzahl zwischen 80 und 120 genannt. Nur der gut funktionierenden Vernetzung ist es zu verdanken, dass man sich bereits im Vorfeld rege austauscht und auf den Start der Veranstaltung vorbereitet. Allerdings erwarten wir dazu noch in den kommenden Tagen die Umsetzung der von der Projektplanung versprochenen Transparenz.

Bei allen guten Vorsätzen zur konstruktiven Zusammenarbeit bleibt die Region misstrauisch und aufmerksam. Der DB NETZ AG eilt ihr Ruf voraus. Sie setzt die Vorgaben des BMVI um. Und hier sind jetzt auch im schriftlich vorliegenden Auftrag die Planungsparameter mit 31 Minuten Fahrtzeit und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h gesetzt.
Die bloße Durchführung einer Öffentlichkeitsbeteiligung besagt rein gar nichts über die Qualität dieser Veranstaltung! Genügend Beispiele zeigen die Differenz zwischen muss und kann. Schauen Sie nur kurz zu unserem Nachbarschafts-Projekt Alpha-E. Auch der Blick gen Süden ins Inntal zeigt, wie so ein Format abläuft. Hoffentlichen lernen die DB und das BMVI aus ihren Fehlern und entwickeln endlich mal ein Projekt für die Bürger mit den Bürgern – und zwar auch auf der Entscheidungsebene!



Der magische Suchraum der DB

Die alteingesessenen Bürgerinitiativen an der Bahnstrecke zwischen Seelze und Minden haben bereits die nächste Generation Protestierende zur Welt gebracht. Die dienstälteste Bürgerinitiative hat um die 20 Jahre auf dem Buckel. Die Bürgerinitiativen Seelze, Groß Munzel/Holtensen, Dedensen, Samtgemeinde Nenndorf und Bigtab kämpfen seit vielen Jahren um den Ausbau der Bestandsstrecke. Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass der Mensch erst dann aus’m Quark kommt, wenn er direkt betroffen ist: denn erst seit dem Bekanntwerden der realistisch-möglichen Betroffenheit wegen einer Neubaustrecke entlang des südlichen Bückeberges, haben sich auch hier BürgerInnen zusammengeschlossen, um dem BMVI und dessen Vollstreckerin Deutsche Bahn (DB NETZ AG) auf die Finger zu schauen und zu klopfen.

DB Suchraum Hannover – Bielefeld

Aber auch bisher in Vergessenheit geratene Strecken kommen wieder in den Fokus. „Nach dem Antrag der Ratsgruppe SPD/Grüne hat der Eilser Samtgemeinderat mehrheitlich für die Resolution zur Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Bahnstrecke Rinteln-Stadthagen votiert. Seit Langem gibt es Bemühungen, die alte Bahnlinie zu reaktivieren und an das Schienennetz anzubinden. Treibende Kraft ist der in Obernkirchen beheimatete Förderverein Eisenbahn Rinteln-Stadthagen (Ferst). Der Förderverein erhält für dieses Vorhaben inzwischen auch Unterstützung von kommunaler Seite erhält. So hat jetzt auch der Rat der Samtgemeinde Eilsen eine Resolution beschlossen, mit der das Land Niedersachsen aufgefordert wird, die besagte Schienenstrecke zu einer Modellregion zukunftsfähiger und nachhaltiger Mobilität zu entwickeln. Dazu sei die Schieneninfrastruktur zu ertüchtigen und mit modernen batterie- und/oder wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen zu bedienen. Zudem seien die Anschlüsse in Stadthagen auf den Großraum Hannover auszurichten, um die Möglichkeit umsteigefreier Zugverbindungen nach Hannover sicherzustellen. Quelle: SN-online.de

Wie kurz die Wege zwischen gestern und morgen sind, macht die wieder auflebende Diskussion deutlich um „die Bahnstrecke Löhne-Hameln über Rinteln. In die Planungen kommt wieder Bewegung. Abseits der Diskussion um den Neubau einer ICE-Verbindung Hannover-Bielefeld und dem kürzlich dafür erfolgten Start des Planungsdialogs ist auch in das Vorhaben einer Elektrifizierung der Bahnstrecke Löhne-Hameln-Elze wieder Bewegung gekommen. Das ergab eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion. Demnach steht die lange auf Eis gelegte Elektrifizierung des Abschnitts Löhne-Hameln wieder auf der Tagesordnung. Quelle: SZLZ.de

Sinn und Zweck des Vorhabens einer Neubautrasse zwischen Hannover und Bielefeld ist die Wiederbelebung und Attraktivitätssteigerung der Schiene und die Schritt-für-Schritt-Umsetzung eines Deutschlandtaktes. So ein Deutschlandtakt im Sinne eines Integralen Taktfahrplans ist ein Netzwerk von passigen Eisenbahnverbindungen. Die Zeiten, wo einzelne Strecken für sich betrachtet, bewertet, gebaut werden, sind vorbei. Es muss immer über den Tellerrand geschaut werden, denn der Zielfahrplan2030+ ist ein bereits jetzt berechnetes Fahrplankonstrukt. Und danach wird, wenn’s erforderlich ist, gebaut. Die notwendigen Nachbesserungen zu einem Zielfahrplan2030++ ändern nichts an der Tatsache: erst kommt der Fahrplan, dann wird gebaut.

Insofern sollte der bereits jetzt skizzierte Suchraum doch die betroffenen Regionen interessieren. Mag sein, dass sich da etwas im stillen Kämmerlein bewegt, was sich zum Beginn des Projektplenums am 09.03.2021 den Weg nach Draußen sucht.

Projektplenum – wir gehen gemeinsam mit den partnerschaftlich verbundenen BIs, mit den hiesigen Kommunen und dem Land einen Weg. Wir können Verstärkung aus dem „südlichen Suchraum“ gut gebrauchen und freuen uns auf Ihre Beteiligung 🙂



Deutschlandtakt als Integraler Taktfahrplan –
Doppel-Knotenbahnhof Hannover vorgestellt von
Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Wir wollen nach einer konstruktiven Lösung suchen! Pro-Ausbau verfolgt und unterstützt diesen Weg konsequent und steht deswegen mit Fachleuten in regem Kontakt. Dazu eine Expertise von Prof. Dr. Wolfgang Hesse, die er Ihnen hier persönlich vorstellt:

„Darf ich mich Ihnen kurz vorstellen: Ich bin studierter Mathematiker, habe als Informatiker an der Universität Marburg gelehrt und bin in diesem Fach weiter an der LMU München tätig. Mit Fragen der Fahrplan-Entwicklung und -Umsetzung bin ich seit Jahrzehnten befasst, bin u.a. Mitglied des Initiativkrei­ses „Deutschlandtakt“ und berate Bürgerinitiativen zu Bahn-relevanten Planungen.

Zu dem o.g. geplanten Vorhaben habe ich ein Memorandum verfasst, das ich Ihnen hiermit zur Kenntnis geben möchte. Es geht mir darum, die nun erfreulich in Fahrt gekommene BMVI-Initiative konstruktiv zu unterstützen, dabei aber die Randbedingungen nicht aus dem Blick zu ver­lieren, die sich einerseits aus den mathematischen Anforderungen an einen optimalen, aber auch praktikablen Fahrplan, andererseits aus Forderungen der Umwelt-, Klima- und Anwohner-Gerech­tigkeit ergeben.

Im Besonderen möchte ich auf frühere hoch-investive Bahn-Neubauprojekte ver­weisen, die ohne Rücksicht auf die Anforderungen des Fahrplans geplant und gebaut wurden und welche die Herstellung guter Fahrpläne mit optimalen Reiseketten dauerhaft verhindern. Ich plädiere dafür, solche Fehler bei den jetzt aktuellen Planungen nicht zu wiederholen, sondern die Belange optimaler Fahrplan­gestaltung bei der Infrastrukturplanung im Auge zu behalten.

Dazu könnte die Einrichtung eines „Doppel-Knotens“ Hannover – wie im Memorandum skizziert – einen konstruktiven Beitrag leisten.“

Unsere Forderung: Ein unabhängiger Projektbeirat muss Revisionsvorschläge für ein nachhaltiges, bezahlbares, realistisch zu verwirklichendes ITF-Konzept erarbeiten! Der Zielfahrplan 2030+ (bisher gemäß des 3. Gutachter-Entwurfs) muss neu berechnet werden!

Es ist lohnenswert, sich mit dem Thema „Integraler Taktfahrplan“ zu beschäftigen.



Deutschlandtakt – eine viel zu gute Idee, um sie zu vermasseln 🙂

Dem Deutschlandtakt auf Grundlage des 3. Gutachter-Entwurfs fehlt es an Genauigkeit, Realitätssinn und Bezahlbarkeit. Die Grünen in Ostwestfalen-Lippe haben sich Gedanken dazu gemacht. Mitglied der Arbeitsgruppe „Deutschlandtakt neu gedacht“ und Leiter der Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr, Stephan Schröder, stellt hier seine Anmerkungen zum Deutschlandtakt im Allgemeinen und zur ABS/NBS Hannover – Bielefeld im Besonderen vor.

Verkehrsexperten raten dringend zu Verbesserungen der jetzigen Version des 3. Gutachter-Entwurfs. Und zwar bevor einzelne Streckenabschnitte in die Landschaft betoniert werden, die später mit ihrer Fehlerhaftigkeit, Unnützigkeit und Steuergeldverschwendung für Ärger sorgen.

Das Konstrukt Deutschlandtakt ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung. Dort sollte mit besonderem Augenmaß und großem Weitblick gearbeitet werden; denn mit einem fehlerhaften und zu kurz gedachten Taktfahrplan, bringt man eine hervorragende Idee schnell zum Entgleisen!

Langeweile oder im Bundesverkehrswegeplan stöbern 😉

Wir stellen Ihnen hier sechs Dokumente vor, die die Grundlagen für die aktuell geführte Diskussion um einen Ausbau der Bestandsstrecke bzw. einen Neubau einer ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld bilden.

Die Infoseite der DB zum Projekt ABS/NBS Hannover – Bielefeld


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