Wir sind Bahnfreunde und setzen uns dafür ein, dass dieses Verkehrsmittel für alle besser wird! Das Geld, dass das Bundesverkehrsministerium für die Schiene bereit stellt, muss ökologisch und ökonomisch eingesetzt werden.
Wir fordern die Instandsetzung und Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Besonders am Herzen liegt uns dabei unsere „Heimatstrecke“ von Hannover bis nach Bielefeld.
Wir fordern den Ausbau der Bestandsstrecke.


Auf der Webseite der DB-Netze finden Sie die kommenden Veranstaltungen:

Ab dem 26.04.2021 findet der 1. Info-Markt online statt:
https://www.hannover-bielefeld.de/dialog/info-markt01


Sehr geehrter Herr Müller

in unserem offenen Brief möchten wir uns für die Organisation und Einladung dieser fünf gewichtigen Bahn- und ITF-Experten zum 1. Vertiefungsworkshop des Projektplenums bedanken! Besser geht’s nicht!

In einer Runde mit den an der Grundsubstanz des Deutschlandtaktes – genauer gesagt des Zielfahrplans – arbeitenden Fachleuten diskutieren zu können, führt endlich in die richtige Richtung: Aussprache, Transparenz, fundierte Kritik, echter Bürgerdialog.

Die spontane Reduzierung der Tagesordnung auf den Punkt Deutschlandtakt – 3. Zielfahrplan zeigt das große Interesse der Region an diesem Thema allgemein und zeigt das große Interesse der Region an einer konstruktiven Lösung. Dieser konstruktive Lösungsweg wird uns derzeit noch von politischen Schranken und dem Eigeninteresse der vom BMVI herbeigerufenen Lobbyisten und Wirtschaftsvertreter versperrt. Geht’s noch? Sollen wir uns das bieten lassen?

Die bei der Berechnung des 3. Zielfahrplans vorgegebenen Sachzwänge und Machtgefüge haben zu einem Ergebnis geführt, das wenigen zur Interessenvertretung dient, uns Bürger aber als diejenigen, die die Bahn auf die nächsten Jahrzehnte nutzen wollen, hintenan stellt.

Mit dieser politischen Arroganz des BMVI müssen wir jetzt umgehen. Das heißt, wir müssen an den politischen Stellschrauben für Schmiere sorgen, damit die konstruktive Kritik unabhängiger Experten gehört wird. Wir fordern daher das BMVI auf, die Überarbeitung des 3. Zielfahrplans in enger Zusammenarbeit mit den mitdiskutierenden Experten – Prof. Dr. Wolfgang Hesse und Rainer Engel – in Angriff zu nehmen.

Dem BMVI kommt es sehr entgegen, dass der 3. Zielfahrplan sich so kompliziert liest und viele vor einer tieferen Einarbeitung in die Materie abschreckt. Wir versuchen das zu ändern. Mit mühseliger Informationsarbeit möchten wir erreichen, dass noch viel mehr Menschen hinterfragen, was da hinter verschlossenen Türen ausgeheckt wurde. Denn wir sind die Bürger der Region, die Bahnreisenden, Pendler und Steuerzahler und baden später all das aus!

Wir hoffen, dass die DB-Projektplanung ebenso wie wir angetan war von der sachlich fundierten und konstruktiven Diskussion und auf dieser Augenhöhe einen echten Dialog fortsetzt.



Ausführungen und Kritik am 3. Zielfahrplan – Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Prof. Dr. Wolfgang Hesse erklärt in diesem Video sein Konzept zum 3. Zielfahrplan

Ausführungen und Kritik am 3. Zielfahrplan – Rainer Engel



Zielsetzung der Bundesregierung: Verdopplung der Fahrgäste ???


Dr. Jan H. Thies hat sich die Zahlen genauer angeschaut und hinterfragt die Prognosen des BMVI.
Wird eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen großen Metropolen die Reisenden dazu bewegen, zukünftig ihre Reisegewohnheiten zu ändern?


Resumee vom 1. Vertiefungsworkshop der DB-Netz AG

Die überwiegende Zahl der Beteiligten an diesem 1. Vertiefungsworkshop war doch recht erstaunt über den vorgesehenen Ablauf und Zeitplan der Veranstaltung.

Der Konflikt „Informationsbedürfnis & Diskussionsbedarf versus hohe Themenfülle in zu kurzer Zeit“, liess sich durch eine spontane Abstimmung lösen. Somit wurde das Thema „Deutschlandtakt“ glücklicherweise zum Haupthema dieses 1. Vertiefungsworkshops der Bahn. Wie sich im Laufe der Veranstaltung zeigte, war dies die absolut richtige Entscheidung.

Die Fachvorträge der Experten waren, wie nicht anders zu erwarten, geballtes Fachwissen in kurzer Zeit. Alle waren sich erstmal einig, dass der „Deutschlandtakt“ eine gute Sache ist. Bei der Hauptfrage des Tages, warum gerade 31Minuten Kantenfahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld als unabdingbar gelten, teilten sich die Lager ganz klar.

Das BMVI scheint die 31 Minuten als nicht verhandelbar anzusehen, das Planungsbüro des 3. Zielfahrplans (Zfp) sah nur sehr geringen Spielraum bei der Kantenfahrzeit von 31 Minuten, die gehörten Experten für Taktfahrpläne sahen durchaus deutlich mehr Spielraum für die Umsetzung eines funktionierenden Deutschlandtakts oder besser gesagt, eines Integralen Taktfahrplans (ITF).

Aus Sicht vieler Teilnehmer waren die Argumente des BMVI bzw. des Planungsbüros nicht überzeugend oder nachvollziehbar, während die Argumente der Experten – die eine Optimierung des 3. Zfp befürworten – schlüssiger und konsequenter waren.

Ungeachtet der Diskussion über Fahrzeiten oder der Forderung nach einer Neuberechnung/Optimierung des 3. Zielfahrplans, machte die DB-Projektleitung aber auch deutlich, dass für die Bahn eine Suche nach möglichen Korridoren jetzt, ohne wenn und aber, beginne. Die sogenannten Schüßler-Pläne sollen für die Bahn keine Bewandnis haben. Das könnte glaubhaft sein, schließlich dienten diese Pläne nur zu einer groben Kostenkalkulation für das BMVI und haben hoffentlich nicht viel mit dem gemein, was die Bahn uns irgendwann einmal vorlegen wird.

Die DB-Netz AG ist in diesem Prozess natürlich kein Unschuldslamm.

Für sie ist ein sogenannter Bürgerdialog eher ein nerviges Beiwerk, welches sie durchlaufen muss. Sie würde das am liebsten so schnell wie möglich hinter sich bringen. Wollen wir hoffen, dass sie zumindestens ein wenig aus dieser Veranstaltung gelernt hat und bei zukünftigen Workshops im Vorfeld genügend Zeit für Fragen mit einer anschliessenden Diskussion einplanen. Für reine Powerpoint-Präsentationen möchte hier niemand seine Zeit „verschwenden“.

Abschließend sei zu sagen, dass die dicksten Nüsse, die wir knacken müssen, im BMVI sitzen.Von dort wird ganz klar und deutlich gesagt: alles was zählt ist, so schnell wie nur irgendwie möglich von Punkt A nach B zu kommen. Egal wieviel es kostet oder ob es aus Expertensicht auch nur annähernd Sinn macht.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an.


Bundestag will den Schienenverkehr in Europa stärken

Die Bahnpolitik stand am Donnerstag, 15. April 2021 im Mittelpunkt einer halbstündigen Debatte. Angenommen mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag einen Antrag von CDU/CSU und SPD mit dem Titel „Die Schiene europaweit stärken – Das Jahr der Schiene erfolgreich nutzen“ (19/28465). Die Fraktion Die Linke enthielt sich, alle anderen Oppositionsfraktionen stimmten dagegen. 

Debatte des Deutschen Bundestag in ganzer länge


Die Überarbeitung des 3. Zielfahrplans

Der Bürgerdialog zum Bahnprojekt Hannover – Bielefeld ist im Gange. Nach der ersten Veranstaltung für die Öffentlichkeit am 14.01.2021 und des ersten Projektplenums am 09.03.2021 startet nun am 19.04.2021 der erste Vertiefungsworkshop für die Teilnehmenden des Projektplenums. Die kontroverse Diskussion auf dem letzten Projektplenum ergab die dringende Forderung, die Grundlage des Projekts – nämlich den Zielfahrplan2030+ vom 30.06.2020 – zu diskutieren. Im Sprachgebrauch wird immer wieder der Deutschlandtakt genannt. Hier muss noch einmal betont werden, dass der Deutschlandtakt als Grundidee = ein deutschlandweiter Integraler Taktfahrplan von allen begrüßt wird! Nur die Detailgestaltung namens Zielfahrplan2030+ bedarf wegen vieler Funktionsstörungen und Logikfehler dringend der Überarbeitung … bevor daraus Projekte in Beton gegossen werden.

Prof. Hesse disputiert mit dem BMVI – das Memorandum Teil 2

Nicht nur Prof. Hesse, sondern ein weitaus größerer Kreis von anerkannten Fachleuten zu den Themen Bahn und Integraler Taktfahrplan, zeigen die Fehlstellen des Zielfahrplans2030+ auf. Nur allein in unserer Region ergeben sich die Diskussionspunkte, die Sie im Memorandum nachlesen können. Dabei ist der Begriff Region nicht auf den berühmt-berüchtigten Suchraum der DB gemünzt, sondern wegen der netzweiten Auswirkung eines Integralen Taktfahrplans weit darüber hinaus!


Deutschlandtakt als Integraler Taktfahrplan –
Doppel-Knotenbahnhof Hannover vorgestellt von Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Wir wollen nach einer konstruktiven Lösung suchen! Pro-Ausbau verfolgt und unterstützt diesen Weg konsequent und steht deswegen mit Fachleuten in regem Kontakt. Dazu eine Expertise von Prof. Dr. Wolfgang Hesse, die er Ihnen hier persönlich vorstellt:

„Darf ich mich Ihnen kurz vorstellen: Ich bin studierter Mathematiker, habe als Informatiker an der Universität Marburg gelehrt und bin in diesem Fach weiter an der LMU München tätig. Mit Fragen der Fahrplan-Entwicklung und -Umsetzung bin ich seit Jahrzehnten befasst, bin u.a. Mitglied des Initiativkrei­ses „Deutschlandtakt“ und berate Bürgerinitiativen zu Bahn-relevanten Planungen.

Zu dem o.g. geplanten Vorhaben habe ich ein Memorandum verfasst, das ich Ihnen hiermit zur Kenntnis geben möchte. Es geht mir darum, die nun erfreulich in Fahrt gekommene BMVI-Initiative konstruktiv zu unterstützen, dabei aber die Randbedingungen nicht aus dem Blick zu ver­lieren, die sich einerseits aus den mathematischen Anforderungen an einen optimalen, aber auch praktikablen Fahrplan, andererseits aus Forderungen der Umwelt-, Klima- und Anwohner-Gerech­tigkeit ergeben.

Im Besonderen möchte ich auf frühere hoch-investive Bahn-Neubauprojekte ver­weisen, die ohne Rücksicht auf die Anforderungen des Fahrplans geplant und gebaut wurden und welche die Herstellung guter Fahrpläne mit optimalen Reiseketten dauerhaft verhindern. Ich plädiere dafür, solche Fehler bei den jetzt aktuellen Planungen nicht zu wiederholen, sondern die Belange optimaler Fahrplan­gestaltung bei der Infrastrukturplanung im Auge zu behalten.

Unsere Forderung: Ein unabhängiger Projektbeirat muss Revisionsvorschläge für ein nachhaltiges, bezahlbares, realistisch zu verwirklichendes ITF-Konzept erarbeiten! Der Zielfahrplan 2030+ (bisher gemäß des 3. Gutachter-Entwurfs) muss neu berechnet werden!


Für Schnellleser und Zeitsparfüchse

Ein Ausschnitt zur Verdeutlichung der Problemstellungen!

Fin-DTaktNds-Folien



Rechnungshof kritisiert Bahngesetz

Der Bundesrechnungshof geht mit dem Eisenbahn-Reform-Gesetz von Verkehrsminister Scheuer hart ins Gericht. Es stärke den Wettbewerb nicht und werde deshalb nicht helfen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

Der Bundesrechnungshof hat sich den Gesetzentwurf des Verkehrsministeriums zur Weiterentwicklung des Eisenbahnregulierungsrechts vorgenommen, der in Kürze vom Bundestag beschlossen werden soll. Mit dem Ergebnis der Prüfung dürfte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer nicht zufrieden sein. Der Gesetzentwurf stärke den Wettbewerb nicht und werde „keinen signifikanten Betrag dazu leisten können, Verkehr auf die Schiene zu verlagern“.

Im Bericht heißt es weiter, für den Bund bestünden „gegenläufige Interessenlagen“ in Hinblick auf seine Rollen in den Eisenbahnmärkten. Als Gestalter der Marktordnung habe er einen diskriminierungsfreien Wettbewerb sicherzustellen. Demgegenüber sei er als Eigentümer der Deutschen Bahn AG dem Wohl des Unternehmens verpflichtet. Mit dem Gesetzentwurf trage das Verkehrsministerium nichts dazu bei, dieses Spannungsfeld aufzulösen.

Als integrierter Konzern betreibt die Deutsche Bahn auch das Schienennetz, auf dem gleichzeitig die Züge in Konkurrenz mit anderen Anbietern fahren. Im Bericht spielt unter anderem der geplante Deutschlandtakt eine Rolle. Dabei sollen Regional- und Fernzüge eng vertaktet und so die Bahn insgesamt attraktiver werden. Der Bundesrechnungshof bemängelt, dass der Takt maßgeblich von der Netztochter der Deutschen Bahn organisiert werden soll.

Damit eröffne das Verkehrsministerium die Möglichkeit, den „wettbewerbsneutralen Deutschlandtakt sukzessive in einen reinen ‚DB AG-Takt‘ umzuwandeln“, so die Prüfer.

DB im Fernverkehr fast noch Monopolist

Weitere Kritik übt der Rechnungshof an der geplanten Kapitalspritze für die Schienen-Sparte. Da die Trassen-Gebühren sich indirekt an der Eigenkapital-Ausstattung der Tochter orientieren, müssten auch die Konkurrenten als Nutzer im Ergebnis höhere Gebühren zahlen.

Dies wirke nicht nur den Absichten des Bundes entgegen, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, den Wettbewerb zu stärken und die Trassenentgelte zu senken. Es laufe auch der Vorgabe des Gesetzes zuwider, der DB Netz AG Anreize zu setzen, ihre Kosten zu reduzieren.



Deutschlandtakt – eine viel zu gute Idee, um sie zu vermasseln 🙂

Dem Deutschlandtakt auf Grundlage des 3. Gutachter-Entwurfs fehlt es an Genauigkeit, Realitätssinn und Bezahlbarkeit.

Die Grünen in Ostwestfalen-Lippe haben sich Gedanken dazu gemacht. Mitglied der Arbeitsgruppe „Deutschlandtakt neu gedacht“ , Leiter der Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr, Ingenieur im Bereich des Öffentlichen Nah- und Fernverkehrs Stephan Schröder, stellt hier seine Anmerkungen zum Deutschlandtakt im Allgemeinen und zur ABS/NBS Hannover – Bielefeld im Besonderen vor.

Verkehrsexperten raten dringend zu Verbesserungen der jetzigen Version des 3. Gutachter-Entwurfs. Und zwar bevor einzelne Streckenabschnitte in die Landschaft betoniert werden, die später mit ihrer Fehlerhaftigkeit, Unnützigkeit und Steuergeldverschwendung für Ärger sorgen.

Das Konstrukt Deutschlandtakt ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung. Dort sollte mit besonderem Augenmaß und großem Weitblick gearbeitet werden; denn mit einem fehlerhaften und zu kurz gedachten Taktfahrplan, bringt man eine hervorragende Idee schnell zum Entgleisen!

Die Infoseite der DB zum Projekt ABS/NBS Hannover – Bielefeld

Langeweile oder im Bundesverkehrswegeplan stöbern 😉

Wir stellen Ihnen hier sechs Dokumente vor, die die Grundlagen für die aktuell geführte Diskussion um einen Ausbau der Bestandsstrecke bzw. einen Neubau einer ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld bilden.


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