
Pro-Ausbau – Bahnfreunde aus dem Landkreis Schaumburg zur Kundgebung am 17.05.2026 in Scheie
Foto: Webseite Förderverein Bückeburger Niederung e.V.
Infos: Themenpapier der Naturschutzverbände zur Strecke Hannover-Bielefeld
Der Deutschlandtakt und sein ökologischer Wert
„Ausbau statt Neubau“ … „Ausbau vor Neubau“ … „Hier kommt die Bahn nicht durch“.
Bei dieser Kundgebung rund um das Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet „Bückeburger Niederung“ sollen die Kernbotschaften zum Ausdruck bringen, dass dem Deutschlandtakt aktuell jegliche ökologische Berücksichtigung fehlt.
Unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums hat sich die Bahnbranche innerhalb von drei Jahren (2017 bis 2020) auf den aktuellen 3. Zielfahrplan geeinigt. Weder Naturschutz- noch Umweltschutz- noch Klimaschutzverbände waren Teil der schrittweisen Entwicklung des Zielnetzes des Deutschlansdtakts. Entsprechend werden jetzt dessen Fahrzeitvorgaben rigoros als Grundregel angesetzt – egal, welche ökologisch relevanten Gebiete in Mitleidenschaft gezogen werden.
Wer Forderungen formuliert mit alternativen Fahrzeiten muss das Übel bei der Wurzel packen: den Zielfahrplan des Deutschlandtakts! Ohne eine Neuberechnung inclusive ökologischer Aspekte (und natürlich weiterer Aspekte*) wird es keine alternativen Fahrzeiten geben!
- Wir fordern die Bundesregierung auf, eine grundlegende Überarbeitung des Zielfahrplans anzustoßen und alle gesellschaftlichen Teile einzubinden.
Dazu gehört ein Stop/Moratorium für alle aktuellen Bahn-Großprojekte. - Wir fordern das Bundesverkehrsministerium auf, die Neuberechnung des Zielfahrplans unter Berücksichtigung aller relevanter Aspekte* durchzuführen.
- Wir fordern die Landesregierungen auf, ihre SPNV und Landes-Taktfahrpläne genauso ganzheitlich zu überarbeiten und sich viel kritischer mit den realistischen Anforderungen an einen Deutschlandtakt auseinanderzusetzen.
- Wir fordern die Kommunen auf, sich einheitlich für die Neuberechnung des Deutschlandtakt-Zielfahrplans einzusetzen, dessen Entwicklung konstruktiv zu begleiten sowie mit der DB InfraGo sachlich im Gespräch zu bleiben.
- Wir fordern die Deutsche Bahn als Konzern und die DB InfraGo als Netzverantwortliche auf, sich für einen gesamtgesellschaftlich akzeptablen Zielfahrplan und somit für eine Neuberechnung einzusetzen.
Ein neuer Zielfahrplan – für eine bessere Bahn!
Bei einem Integralen Taktfahrplan wird erst der Fahrplan berechnet, daraus ergibt sich die Infrastruktur. Bei dieser Vorgehensreihenfolge ist es um so wichtiger, dass für die Neuberechnung bereits als Prämisse festgelegt ist, dass unter anderem* der ökologische Faktor eine massiv höhere Berücksichtigung haben muss.
Was die Umsetzung eines Zielfahrplans an schädliche Auswirkungen auf Naturschutz, Umweltschutz und Klimaschutz haben wird, darf nicht dem Zufall überlassen und nicht der kommenden Generationen aufgebürdet werden.