BI WiduLand gibt Studie in Auftrag

Effizienter Eisenbahnverkehr – die Bürgerinitiative WiduLand aus Vlotho (OWL) gibt eine Studie in Auftrag

„Wir wollen zeigen, was in der Region möglich ist und was die Bahn nicht planen soll oder will oder darf! Deshalb haben wir das renommierte Ingenieurbüro Bahnzentrum Bielefeld mit einer eigenen Machbarkeitsstudie beauftragt.“ mit diesen Worten begründet Dirk Schitthelm, Vorsitzender der Bürgerinitiative WiduLand e.V., die Intention hinter dem Auftrag zu einer Studie, die die effiziente Verbesserung des Bahnverkehrs in der Region untersuchen soll.

Eine ICE-Trasse, die den größtmöglichen Konsens in der Region findet und gleichzeitig im Einklang mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 und dem Regionalplan OWL steht und dann auchnoch das Klimaschutzgesetz berücksichtigt. Dieses Ziel verfolgt die Bürgerinitiative WiduLand. „Durch die starken Einschränkungen, die das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn den Planern bei der Neugestaltung einer ICE-Verbindung zwischen Bielefeld und Hannover mitgegeben haben, werden viele Optionen für einen möglichen Trassenverlauf von vornhereinausgeschlossen“, so Schitthelm. WiduLand hat daher das Ingenieurbüro Bahnzentrum Bielefeld mit einer eigenen Machbarkeitsstudie beauftragt. Es sollen verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden, die Bauwerke wie Tunnel und Brücken vermeiden, wenige Neubauabschnitte erfordern sowie Mensch und Natur möglichst gering belasten. Eine Variante, die im Einklang mit einem integralen Taktfahrplan (ITF) wie dem Deutschlandtakt verläuft, sei laut WiduLand das Ziel, jedoch solle dies im Einklang mit der Umwelt und sozial verträglich sein. Bückeburger Niederung, Brummershop und Laubwälder südlich von Seelze sollen demnach unberührt bleiben. Tunnel durch das Wesergebirge inklusive Jakobsberg sind laut WiduLand keine Option. „Eine Fahrtzeit Bielefeld-Hannover von 41 Minuten für durchfahrende Züge wäre noch immer eine enorme Verbesserung zur Ist-Situation und würde deutlich weniger Einschnitte für Vlotho und Umgebung bedeuten, gleichzeitig aber den gewünschten integralen Taktfahrplan ermöglichen“, erläutert Schitthelm. „Wir möchten, dass alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Es kann nicht sein, dass die Bahn und das Bundesministerium aus Prestigegründen eine Ertüchtigung der bestehenden Trasse ausschließen und somit Umwelt und Lebensraum der Region OWL leichtfertig negativ verändern.

Der Ablauf der Studie sieht vor, dass mit Anrainerkommunen und den Anrainern gesprochen wird, um örtliche Belange und Gegebenheiten abzufragen. Es folgt eine fotodokumentarische Bestandsaufnahme der bestehenden Bahnstrecke sowie erste Berechnungen innerhalb eines ITF. Ende August soll dann in Regionalkonferenzen die Vorstellung des Zwischenstands der Studie stattfinden. Ende September soll dann die finale Version der Studie vorliegen. Finanziert wird die Arbeit des Ingenieursbüros durch die Mitgliedsbeiträge von WiduLand. Auch die Stadt Vlotho beteiligt sich finanziell an der Studie.
Foto v.l.n.r.: Dr. Jan Thies und Stephan Schröder (beide Bahnzentrum Bielefeld), Dirk Schitthelm (1.Vorsitzender WiduLand), Friedrich Wilhelm Pelshenke (2.Vorsitzender WiduLand)

Infokasten mit den Regionalkonferenz-Terminen:
1. WiduLand-Region – 25.08.21, 18-20 Uhr
2. Region Seelze bis Wunstorf – 26.08.21, 18-20 Uhr
3. Region Porta Westfalica – Bückeburg – Auetal – Bad Nenndorf – 27.08.21, 18-20 Uhr
www.widuland.de


Pro-Ausbau befürwortet und unterstützt diese Studie!

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