Wir sind Bahnfreunde und setzen uns dafür ein, dass dieses Verkehrsmittel für alle besser wird! Das Geld, dass das Bundesverkehrsministerium für die Schiene bereit stellt, muss ökologisch und ökonomisch eingesetzt werden. Wir fordern die Instandsetzung und Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Wir fordern die Überarbeitung des Zielfahrplans – für die Bahn – für die Region – für die Umwelt.
Unser besonderer Augenmerk liegt auf der Bahnstrecke Hannover – Bielefeld.


Interaktive Karte der Varianten 3 und 4 – Stand 05.12.2025

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Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz hat es in sich

Die Bundesregierung bastelt derzeit am nächsten Infrastruktur-Hammer. Es scheint, in Berlin wird ein Schritt nach dem nächsten getan, um die vorangegangenen Fehlentscheidungen nicht mehr überdenken zu müssen. Ein gefährlicher Teufelskreis.

Pro-Ausbau hat den Entwurf des InfZuG analysiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

InfZuG-Pro-Ausbau-Zusammenfassung-06012026

Sofern dieser Gesetzentwurf verabschiedet wird, hat das auf das Bahnprojekt Hannover – Bielefeld folgende Auswirkungen (ohne Gewähr ☺ ):

Artikel 1
AEG § 11a
Die DB InfraGo ist bei ihren Planungen nicht mehr angehalten („sollen“), an ihren Bahnanlagen zb. Solaranlagen aufzustellen.
Während immer mehr Gesetze und Verordnungen den Bürgern verpflichtend auferlegen, Solaranlagen auf ihrem Dach zu montieren.
NRW = https://www.wohneigentum.nrw/beitrag/solardachpflicht,
Niedersachsen = https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/PV-Pflicht-in-Niedersachsen-ab-2025-4115
Artikel 1
AEG § 18
Das Projekt Hannover – Bielefeld steht derzeit in der Vorplanung (Lph 2). Das im § 18 behandelte Planfeststellungsverfahren findet erst in der Lph 4 statt; also vermutlich und geschätzt in 4-5 Jahren. Auf dem Weg dorthin bleibt zu verfolgen, wie sich die Eine Linienführung entwickeln wird. Die vielen erfolglosen Klagen von Bürgern oder Umweltverbänden vor dem Bundesverwaltungsgericht lassen erkennen, dass viele Klageschriften schlecht vorbereitet und verfasst wurden (unsubstantiiert). Hier muss sich der klagebereite Bürger bzw. Umweltverband also frühzeitig um fundiert sachliche Argumente bemühen. In der eh viel zu kurzen Zeit der Klagemöglichkeit eine immense Herausforderung.
Artikel 2
BSWAG
§ 1
Das Bahnprojekt Hannover – Bielefeld ist nicht nur eng mit dem Deutschlandtakt (3. Zielfahrplan) verknüpft. Es ist auch Teil der TEN-Strecke (Europa-relevant) und jetzt noch mal verschärfend relevant für die öffentliche Sicherheit (Verteidigung, NATO).
Da der Deutschlandtakt bereits als politisch-strategisches Gesamtvorhaben gesetzlich verankert ist (!!!), ist die einzige Möglichkeit, auf die Varianten-beschränkenden 31 Minuten Einfluss zu nehmen, die Neuberechnung des Deutschlandtakts (Zielfahrplan) mit vorgegebenen „anderen“ Prämissen als bisher!!! Bei allen Demonstrationen und Streitschriften muss das viel mehr in den Vordergrund rücken.
Artikel 10
BNatSchG § 15
Die DB InfragGo kann sich künftig auf eine Zahlung beschränken anstatt der mühseligen Suche nach Ausgleichsflächen nachzugehen.
Hier ist also ein enger und konstruktiver Kontakt zur „Teamkoordination Umwelt“ gefragt, um eine DB selbst auferlegte Suche nach Ausgleichsflächen zu erwirken!!! Erfolgversprechend wäre der Nachweis, dass es für die Umsetzung des Bahnprojekts sowie für die Kosten-Nutzen-Berechnung von Vorteil ist, eben Flächen auszugleichen anstatt pauschal Geld zu zahlen. Dazu wären konstruktive Vorschläge sicherlich hilfreich (zb. Bereitstellung/Tausch von Grün-/Waldflächen durch Eigentümer).
Artikel 11
VwVfG
Die Suche / das Finden eines wirklich engagierten und kompetenten Anwalts des Verwaltungsrechts stellt sicherlich eine riesige Herausforderuung dar … von dessen Kosten ganz zu schweigen.
Artikel 12
UVPG
Das Bahnprojekt Hannover – Bielefeld ist aufgrund seines Umfangs UVP-verpflichtet.
Das gilt auch für alle anderen Bahn-Großprojekte in Deutschland.
Artikel 13
ROG
Da die Projektleitung der DB InfraGo bereits im Kontakt mit den RO-Behörden der Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen steht, ist es unwahrscheinlich, dass eines der Länder auf die Raumverträglichkeitsprüfung verzichten wird und die Widerspruchsfrist verstreichen lassen wird. Die RVP ist auch für die Bahn als Chance zu sehen, Befindlichkeiten und Ärgernisse im Vorfeld auszuräumen; anstatt dies später im Planfeststellungsverfahren klären zu müssen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Trassenkorridore Hannover – Bielefeld: V3 und V4

Was am Ende übrig bleibt – der Stand zum Dezember 2025

Foto: DB-Karte

Die lang ersehnt-befürchtete Abschichtung (Verfahren der Aussortierung) schafft nun mehr Klarheit. Weiter verfolgt werden die Trassenvarianten 3 und 4. Die Trassenkorridor-Breite beträgt weiterhin 1000 Meter:

– Für die Aus-/Einfädelungen in den Bestand in Lohnde (bei Seelze) gibt es die 2 Variantensegmente „Lohnde“ und „DB-Cargo-Werk“.
Es bleibt 1 Variante zwischen Lohnde bis Uffeln (bei Vlotho). In diesem Bereich überlagern sich die Varianten 3 und 4 und stellen somit die einzige (DB-)Lösung dar.
– Im Bereich Herford bleiben noch 2 Variantensegmente zur Auswahl. Durch das „Herforder Stadtgebiet“ (Variante 4) bzw. durch den „Oberberg“ (Variante 3).
– Für die Aus-/Einfädelungen in den Bestand bei Bielefeld gibt es auch noch 2 zu untersuchende Variantensegemte, nämlich „Brake“ und „Schildesche“.

Denjenigen Dörfern und Gemeinden, die nicht länger mit der Drohkulisse einer Hochgeschwindigkeitsstrecke leben müssen, fällt sicherlich eine große Last von den Schultern. Hier kann endlich wieder das Leben und betriebliche Wirken in unaufgeregten Bahnen laufen.

Doch gleichzeitig bedeutet das für die weiterhin betroffenen Nachbarn, Landwirte, Unternehmen Gewissheit über eine bleibende aufreibende Zeit während der voranschreitenden Phase der „Vorplanung“ durch die DB.

Deswegen geht unsere Arbeit weiter!

Im Januar folgen Info-Märkte für die Öffentlichkeit. Die DB wird auf ihrer Bahn-Projekt-Webseite über Details informieren.

Für eine bessere Bahn!

Hannover – Bielefeld: Für eine bessere Bahn!
Heute statt übermorgen! Aufruf an den DB-Projektleiter Herrn Jekel!

Teil-Inbetriebnahme im Landkreis Schaumburg
2gleisiger bestandsnaher Neubau an der Strecke Wunstorf – Minden

Wir verlangen den verfassungs- und rechtskonformen gemeinwohlorientierten und bedarfsgerechten Ausbau und eine optimale Nutzung der Bahn.

Pro-Ausbau-H-Bi-Teilinbetriebnahme

Antrag auf Überarbeitung der Nutzen-Kosten-Analyse bei Schienenprojekten

50 Bürgerinitiativen richten ihre Forderungen und Verbesserungsvorschläge an die Politik!

ABBD-Antrag-N-K-A-final_51BIs

Antrag auf Überarbeitung des Deutschlandtakt-Zielfahrplans gestellt

Das Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland (ABBD) stellt einen Antrag zum Deutschlandtakt und der Weiterentwicklung des 3. Zielfahrplans. Dieser Antrag wird unterstützt von 55 Bürgerinitiativen und Vereinen aus ganz Deutschland, die sich zu unterschiedlichen Bahnthemen engagieren. Diese Einigkeit ist ein absolutes Novum.

Antrag-D-Takt-und-Zielfahrplan

Deutschlandtakt zum Scheitern verurteilt?

Paradebeispiel Hannover – Bielefeld

Die Initiative Pro-Ausbau – Bahnfreunde aus dem Landkreis Schaumburg setzt sich für die grundlegende Überarbeitung des Deutschlandtakts ein. Genau genommen für die Überarbeitung des Zielfahrplans nach dem dritten Gutachterentwurf. Jetzt war die Initiative massgeblich an der Ausarbeitung eines konkreten Konzepts zur Neuberechnung des Zielfahrplans beteiligt.

Der ABBD-Antrag zeigt, dass es konstruktive Vorschläge gibt, wie ein integraler Taktfahrplan in Deutschland berechnet werden kann. Ein Deutschlandtakt ist nur erfolgreich und sinnvoll, wenn er bezahlbar und zeitnah umgesetzt werden kann. Der Antrag zur Überarbeitung ist an alle Mitglieder des Bundestages gegangen. Anläßlich der anstehenden Debatten und Entscheidungen zum Bundeshaushalt und dem Etat für das Bundesverkehrsministerium der richtige Zeitpunkt.

Mit der üblichen Verspätung hat die DB InfraGo die erwartbaren Trassenkorridore veröffentlicht. Dabei sind ausschließlich 31 Minuten Fahrzeit mit bis zu 300 km/h zwischen Hannover und Bielefeld Berechnungsgrundlage. Um dieser Fehlentwicklung Einhalt zu gebieten, ein Paradebeispiel für die Fehlentwicklung des gesamten 3. Zielfahrplans, muss das Gespräch über die Neuausrichtung des Deutschlandtakts umgehend begonnen werden.

Unüblich ist heutzutage, dass die erwartbaren CO2-Emission und Kosten völlig ausser Acht gelassen werden. Unerwartet stellen nach Bewertung der DB InfraGo die Varianten die beste Lösung dar, die die meisten CO2-Emissionen und die höchsen Kosten verursachen.
Hier läuft gewaltig was schief. Daher ist es fünf vor zwölf, mit der Neuberechnung des Zielfahrplans zu beginnen. Wir wollen, dass die Wünsche und Vorgaben zur Berechnung des 3. Zielfahrplans, die damals massgeblich von der Deutschen Bahn genannt wurden, auf ein vernünftiges Maß zurechtgestutzt werden. Was außerdem fehlt, ist die Vorgabe, schon in der Grundlagenermittlung bei Bahnprojekten die CO2-Emissionen sowie die Kosten darzustellen und in die Bewertung einfliessen zu lassen. Das Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland [ABBD] arbeitet derzeit an einem Folgeantrag, um diese Lücke schließen zu lassen.

Wir brauchen eine Bahn mit Aussicht auf Erfolg … und zwar schnell!

Den Bürgerinnen und Bürgern wird vorgehalten, sie würden von so komplexer Materie wie Bahninfrastruktur nichts verstehen. Dabei treffen ihre Kritikpunkte genau ins Schwarze.

Wir brauchen eine Bahn, die einen schnell umsetzbaren und bezahlbaren Zielfahrplan pünktlich und zuverlässig fahren kann.

Wir brauchen eine Bahn, die in dem hochkomplexen Fahrplangefüge genügend Pufferzeiten und Reserven zugestanden bekommt.

Wir brauchen einen Deutschlandtakt, der mit der völlig ausreichenden Systemgeschwindigkeit 250 km/h fahrbar ist.

Wir brauchen eine Bahn, die mehr auf Ausbau und ressourcenschonende Baumaßnahmen setzt.

Wir brauchen keine Bahn, deren Zielfahrplan in 50 Jahren umgesetzt sein und dann permanent an der Leistungsgrenze fahren wird.

Wir brauchen keine aufbeblähte Prestige-Bahn, die täglich ausfällt oder zu spät kommt oder aus wirtschaftlichen Gründen erst gar nicht losfährt.

Wir brauchen keinen 300 km/h-Deutschlandtakt, dessen Stromverbrauch wir absehbar nicht durch erneuerbare Energien decken können.

Wir brauchen keine landfressenden CO2-Neubau-Orgien, die sich niemals amortisieren werden.

Deutschlandtakt – eine viel zu gute Idee, um sie zu vermasseln 🙂

Unsere Forderung: Ein unabhängiger Projektbeirat muss Revisionsvorschläge für ein nachhaltiges, bezahlbares, realistisch zu verwirklichendes ITF-Konzept erarbeiten! Der Zielfahrplan 2030+ (bisher gemäß des 3. Gutachtens) muss neu berechnet werden!

Verkehrsexperten wie der Mathematiker und ITF-Experte Prof. Dr. Wolfgang Hesse raten dringend zu Verbesserungen der jetzigen Version des 3. Gutachtens. Und zwar bevor einzelne Streckenabschnitte in die Landschaft betoniert werden, die später mit ihrer Fehlerhaftigkeit, Unnützigkeit und Steuergeldverschwendung für Ärger sorgen. Das Konstrukt Deutschlandtakt ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung. Dort sollte mit besonderem Augenmaß und großem Weitblick gearbeitet werden; denn mit einem fehlerhaften und zu kurz gedachten Taktfahrplan, bringt man eine hervorragende Idee schnell zum Entgleisen!

Weitere Informationen finden Sie im Menue der Webseite.


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